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​Organspende und Transplantation können auch bei SARS-CoV-2/COVID-19-Pandemie erfolgen, dies verlangt allerdings entsprechende Vorsichtsmaßnahmen.

Informationen für Krankenhäuser

Bei allen potentiellen Spendern wird eine sorgfältige Krankengeschichte erhoben und insbesondere nach Aufenthalten in COVID-19-Risikogebieten (gemäß Vorgabe des RKI) und Kontakten mit COVID-19 (Verdachts-)Fällen gefragt. Zudem ist bei jedem potentiellen Spender eine SARS-CoV-2-PCR aus Rachen- und/oder endotrachealem Abstrich durchzuführen. Voraussetzung für eine Organspende ist ein negativer SARS-CoV-2-Befund bei dieser Untersuchung, zusätzlich werden die anamnestischen Angaben und die klinische Symptomatik bei der Entscheidung über eine mögliche Organspende berücksichtigt.

Dieses Vorgehen entspricht den internationalen Empfehlungen und ist mit der Deutschen Transplantationsgesellschaft abgestimmt. Die Entscheidung über die Transplantation eines jeden Empfängers erfolgt selbstverständlich wie immer unter sorgfältiger Abwägung von Nutzen und Risiko für den Empfänger, wobei nun auch das Risiko einer möglichen COVID-19-Infektion nach der Transplantation berücksichtigt wird. Empfehlungen der DTG zur Organtransplantation und Nachsorge finden sich auf der Homepage der DTG.

Neu am 20.04.2020:
"Organspende und Transplantation zu Beginn des Jahres 2020 - Erste Erfahrungen zum Einfluss der SARS-CoV-2-Pandemie in Deutschland"
Eine Präsentation des Medizinischen Vorstands der DSO, Dr. med. Axel Rahmel (Download als PDF)

Einführung eines Datenregisters für transplantierte COVID-19 Patienten
Der Vorstand der DTG hat sich wie einige andere Fachgesellschaften für die Etablierung eines COVID-19-Transplantationsregisters als Substudie des Lean European Open Survey on SARS-CoV-2 (LEOSS-Register) entschieden, das in Zusammenarbeit der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) mit der ESCMID Emerging Infections Task Force (EITaF) gerade neu etabliert wurde. Die transplantationsspezifische Substudie bzw. Datenabfrage wurde bereits in vorläufiger Form in das LEOSS-Register eingearbeitet, so dass es von allen COVID-19 betreuenden Ärzten benutzt werden kann. Der große Vorteil dieser Zusammenarbeit mit den Infektiologen innerhalb eines einheitlichen Registers ist die direkte Vergleichsmöglichkeit mit vielen anderen Patientengruppen, wie z.B. Stammzelltransplantierten oder Nicht-Transplantierten etc..

Dieses gesamteuropäische Register ermöglicht eine sowohl prospektive als auch retrospektive Dateneingabe in ausschließlich voll-anonymisierter Form, was zwangsweise/bewusst eine gewisse Unschärfe in der Patientencharakterisierung bewirkt, aber den Vorteil hat, dass ein Patienteneinverständnis nicht erforderlich ist. Alle notwendigen Ethikvoten werden zentral eingeholt und verzögern den sofortigen Beginn von Registereintragungen nicht. Diese Datenerhebung kann, wenn sie sehr konsequent und schnell von niedergelassenen und Krankenhausärzten durchgeführt wird, bereits wichtige Informationen für die Identifizierung und das Handling von Risikogruppierungen unter der noch laufenden Pandemie erzielen und beeinflussen. Hierbei kann man sich je nach Bedarf entweder ein personalisiertes Einzelaccount oder ein Sammelaccount (Kliniken, Großpraxis) erstellen lassen.

Bitte helfen Sie mit dem Eintrag von allen COVID-19 positiven Patienten nach Organtransplantation unter folgender Registeradresse: https://leoss.net/

Informationen für Wartelistenpatienten und Transplantierte 

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bietet auf ihrer Internetseite www.infektionsschutz.de verlässliche und laufend aktualisierte Informationen zum Coronavirus, FAQ und Hygienetipps an. Zudem sind dort nützliche Materialien für verschiedene Zielgruppen zu finden wie unter anderem für Menschen mit chronischen Erkrankungen. Dazu zählen Patienten, die transplantiert sind oder auf ein neues Organ warten.

Merkblatt für Menschen mit chronischen Erkrankungen mit Verhaltensregeln und Hygienetipps.

Stand: 20.04.2020

Suchbegriffe: COVID-19, Corona,

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