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Finanzierung der Aufgaben der DSO

​​Das Budget für das Jahr 2019 setzt sich aus den Komponenten Organisationspauschale, Aufwandserstattung für Entnahmekrankenhäuser, Flugpauschale, einer Finanzierungspauschale für die Transplantationsbeauftragten sowie einer Finanzierungspauschale für den Betrieb der Geschäftsstelle Transplantationsmedizin und des Transplantationsregisters zusammen.

Mit der Organisationspauschale deckt die DSO alle ihre im Organspendeprozess entstehenden und strukturellen Kosten, mit Ausnahme der Aufwandserstattung für Entnahmekrankenhäuser und der Flugtransportkosten für extrarenale Organe.

Die Aufwandserstattung für Entnahmekrankenhäuser deckt die Kosten der Module, die die DSO an die Spenderkrankenhäuser vergütet. Vom 1. Januar bis 31. März 2019 gelten die festgelegten Erstattungsbeträge.
Das am 1. April 2019 in Kraft getretene Gesetz zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende (GZSO) sieht eine grundlegende Neugestaltung der Vergütungsregeln vor. Die Verhandlungen über eine unterjährige Anpassung der Vereinbarung zum DSO-Budget wurden bereits aufgenommen.

Mit der Flugpauschale deckt die DSO die Kosten, die für einen Flugtransport eines extrarenalen Organs (Herz, Leber, Lunge, Pankreas und Darm) entstehen.

Jedes Entnahmekrankenhaus ist verpflichtet einen Transplantationsbeauftragten zu benennen. Den Krankenkassen wurde die Finanzierung der Transplantationsbeauftragten übertragen. Für die Bestellung von Transplantationsbeauftragten erhalten die Entnahmekrankenhäuser nach § 9a Abs. 1 des Transplantationsgesetzes eine pauschale Vergütung.
Nach der Vereinbarung zur Tätigkeit und Finanzierung von Transplantationsbeauftragten werden im Jahr 2019 wieder 18 Mio. Euro an die Entnahmekrankenhäuser ausgezahlt. Die Datenabfrage, die Grundlage zur Auszahlung der Beträge für 2019 ist, basiert auf dem Berichtsjahr 2018.
Mit Schreiben vom 16.01.2019 wurden die Entnahmekrankenhäuser angeschrieben und über die Finanzierung für 2019 informiert. Die Auszahlung ist daran geknüpft, dass die Daten vollständig und fristgerecht zum 30.04.2019 an die DSO übermittelt werden. Die Verteilung der Finanzmittel auf die Entnahmekrankenhäuser wird in einer separaten Vereinbarung geregelt. In dieser Vereinbarung werden auch die Berichtspflichten der Transplantationsbeauftragten festgeschrieben. Aufgrund des am 1. April 2019 in Kraft getretenen GZSO sind die Modalitäten der weiteren Zahlungen für Aufwände neu zu regeln.

Zur Führung der laufenden Geschäfte der Überwachungskommission, der Prüfungskommission sowie der gemeinsam betriebenen Vertrauensstelle haben die Auftraggeber der DSO die Geschäftsstelle Transplantationsmedizin eingerichtet. Die Finanzierung der Geschäftsstelle Transplantationsmedizin wird über das DSO-Budget durchgeführt. Die DSO führt die vereinnahmten Pauschalen halbjährlich an die Geschäftsstelle ab.

Die Transplantationsregisterstelle und die Vertrauensstelle sind gemäß § 15b Absatz 4 in Verbindung mit § 15c Absatz 3 TPG aus Mitteln der gesetzlichen Krankenversicherung zu finanzieren. Die privaten Krankenversicherungen beteiligen sich auf freiwilliger Basis an der Finanzierung des Transplantationsregisters. Zu diesem Zwecke erhebt die DSO den im Budget festgesetzten Betrag. Die Abwicklung der Finanzierung des Aufbaus des Transplantationsregisters wird im Anhang 2 "Regelung zur Finanzierung des Transplantationsregisters" in der Budgetvereinbarung der DSO geregelt.

Die Vergütung für den Einsatz des Organ Care SystemsTM (OCSTM) wird in einer Ergänzungsvereinbarung zum Budget geregelt.

Weitere Informationen zum Budget der DSO finden Sie auf der Website des GKV-Spitzenverbandes.


DownloadsDSO-Budget 2019Vereinbarung zur Tätigkeit und Finanzierung von Transplantationsbeauftragten
Finanzierung des OCS(TM)-Programms