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EDITH

Erfolgreich endete am 31.12.2020 ein von der europäischen Kommission gefördertes Pilotprojekt zur Erforschung verschiedener Behandlungsstrategien bei chronischen Nierenerkrankungen und zur Entwicklung europäischer Follow-up-Register für Nierenempfänger und Nierenlebendspender. Geleitet durch die DSO wirkten neun national und international tätige Organosationen an dem Projekt mit.

Ziel von EDITH (The Effect of Differing Kidney Disease Treatment Modalities and Organ Donation and Transplantation Practices on Health Expenditure and Patient Outcomes) war es die europaweit angewendeten Behandlungsmethoden bei chronischen Nierenerkrankungen untersuchen und deren Effekte hinsichtlich Patienten Outcome und Gesundheitsausgaben analysieren. Des Weiteren sollten Register zur Erhebung von Follow-up Daten von transplantierten Patienten und Lebendspendern entwickelt werden, mit deren Hilfe wichtige Daten für die Qualitätssicherung gesammelt werden können.

Langfristiges Ziel des Projekts war die Verbesserung der Gesundheitsversorgung in Europa durch Abbau von Ungleichheiten in der Behandlung von Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen.

Das Projekt EDITH wurde in sechs Arbeitsgruppen umgesetzt:

  • WP 1 (DSO)
    Management des Vorhabens und Koordination der geplanten Maßnahmen 
  • WP 2 Dissemination
    Kommunikation der Projektergebnisse an die Fach-Zielgruppen sowie die Öffentlichkeit 
  • WP 3 Evaluation
    Monitoring der Projektimplementierung und Überprüfung der Zielerreichung 
  • WP 4 Beurteilung der verschiedenen Behandlungsmodalitäten von chronischen Nierenerkrankungen
    Untersuchung der europaweit angewendeten Behandlungsverfahren bei chronischen Nierenerkrankungen mit speziellem Fokus auf deren Auswahlfaktoren und finanzielle Auswirkungen
  • WP 5 Entwicklung eines Follow-up Registers für Lebendspender
    Entwicklung eines Follow-up Registers für Lebendspender, das unter Berücksichtigung aktueller EU-Vorgaben von den Mitgliedsstaaten als Basis für die Errichtung eigener Register verwendet werden kann 
  • WP 6 Entwicklung eines Follow-up Registers für transplantierte Patienten
    Entwicklung eines F​ollow-up Registers für transplantierte Patienten, das unter Berücksichtigung aktueller EU-Vorgaben von den Mitgliedsstaaten als Basis für die Errichtung eigener Register verwendet werden kann​

Die Ergebnisse des vierjährigen Projektes, die im EDITH Final Public Report zusammengetragen sind, unterstreichen die Bedeutung der systematischen Datenerfassung sowie eines schnellen europäischen Informationsaustausches. Die internationale Zusammenarbeit wird als wichtiger Beitrag zur Steigerung der Gesamtqualität der Gesundheitsversorgung in der EU angesehen. Weitere Informationen sind auf der Projekt-Homepage sowie auf Anfrage bei der DSO erhältlich.

Mitglieder des EDITH-Konsortiums: 

  • Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) 
  • Hungarian National Blood Transfusion Service (OVSZ, Ungarn) 
  • Ministarstvo zdravlja Republike Hrvatske – Ministry of Health Republic of Croatia (MoHRC, Kroatien) 
  • Academisch Medisch Centrum (AMC, Niederlande) für European Renal Association – European Dialysis and Transplant Association (ERA-EDTA) 
  • Istituto Superiore di Sanità - Centro Nazionale Trapianti (ISS-CNT, Italien) 
  • Nederlandse Transplantatie Stichting (N​TS, Niederlande) 
  • Institut d’Investigacions Biomèdiques August Pi i Sunyer (IDIBAPS, Spanien) 
  • Eurotransplant (ET) 
  • National Health Service Blood and Transplant (NHSBT, England)​​

Weitere Informationen und Dokumente​